Herstellung von Naturdünger

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Wie Sie hochwertigen organischen Dünger herstellen können

Alle pflanzlichen und tierischen Gewebe bestehen zu unterschiedlichen Anteilen aus Kohlenstoff und Stickstoff. Mikroorganismen nutzen Kohlenstoff als Grundbaustein und als Energiequelle. Stickstoff ist dagegen der Baustein für Proteine, die auch die DNA und RNA bilden, also jenen genetischen Materialien, welche für den Aufbau der Zellstrukturen und manchmal auch für den gesamtem Organismus verantwortlich sind. Es ist folglich nicht weiter verwunderlich, dass im Kompost die Elemente C (= Kohlenstoff) und N (= Stickstoff) vorkommen. Die Frage ist nur: In welchem Verhältnis und warum?

Es sind die organischen Materialien, die in einem Komposthaufen zerlegt und abgebaut werden und letztlich einen gesunden Naturdünger ergeben. Wie Sie dabei Kohlenstoff und Stickstoff ins ideale Verhältnis zueinander bringen, ist das große Geheimnis hinter effizientem Kompostieren und hinter der Verlangsamung oder Beschleunigung des Zersetzungsprozess. Handelsübliche Kompostbeschleuniger sind nichts anderes als Schnickschnack, welcher kleine Hügel zu Bergen aufbauscht. Die braunen "kohlenstoffhaltigen" Materialien sind trocken, während die grünen, "stickstoffreichen" Materialen frisch und feucht sind. Allerdings enthält auch frisches, organisches Pflanzenmaterial etwa 40% Kohlenstoff, während er sich bei trockenen Stoffen zwischen 40% bis 50% bewegt und schmierig, nasse Stoffe nur maximal 20% davon besitzen.

Das richtige Verhältnis zwischen Kohlenstoff und Stickstoff finden

Das Kohlenstoff-Stickstoff Verhältnis bestimmt die Qualität des Dünger Organischer Dünger

Die ideale C/N-Ausgewogenheit (wie man im Kompostjargon sagen würde) macht den ganzen Unterschied beim Kompostieren und das Verhältnis des Stickstoff ist das variierende Element, nicht so sehr der Kohlenstoff. Daher ist die enthaltene Wassermenge einer der wichtigsten Faktoren beim Abschätzen des richtigen Kohlenstoff-Stickstoff Verhältnis von Pflanzenabfällen und Essensresten.

Aber noch mal: Kompostieren ist wie eine großkalibrige Pistole: Sorgfalt ist beim Ansetzen des Kompost ebenso von Nöten wie bei der Auswahl des Kompostplatzes und danach bei der Belüftung und Befeuchtung des Haufens, ansonsten schaffen Sie sich womöglich nur eine stinkende Müllkippe. Jeder, der den Chemieunterricht noch einigermaßen parat hat, erinnert sich an das tödliche Duo von Schwefelwasserstoff und Ammoniak. Das Abfallgemisch aus Haus- und Gartenresten, das auf dem besten Weg ist ein dunkler, nährstoffreicher, erdiger NaturdŁnger zu werden, riecht sehr stark danach. Den besten organischen Naturdünger herzustellen, kann seine Tücken haben.

Doch nun noch mal zurück zu Stickstoff und Kohlenstoff. Ein Komposthaufen lebt von Mikroorganismen, welche das richtige Verhältnis von Kohlenstoff und Stickstoff benötigen, um Energie und Protein herstellen zu können. Wenn Sie das Kohlenstoff-Stickstoff Verhältnis passend ausbalancieren, können Sie in kürzerer Zeit eine größere Menge an hochwertigem Naturdünger produzieren - und das mit weniger faul duftendem Geruch. Ein ideales Verhältnis, das Sie anstreben sollten, sind 25 Teile Kohlenstoff (niemals sollten Sie über mehr als 30 Anteile hinausgehen) zu einem Teil Stickstoff. Dies ist die beste Proportion, in welcher die Mikroorganismen den Kompost gut abbauen und darin gedeihen können, denn sie bietet diesen Organismen eine ausgewogene Nahrung. Ein Übermaß an Kohlenstoff stoppt den Verrottungsvorgang ,während zu viel Stickstoff Ammoniak entstehen lässt, was eine starke Geruchsbildung zur Folge hat.

Das Kohlenstoff-Stickstoff Verhältnis bestimmt die Qualität des natürlichen Düngers

Kohlenstoff, der von frischen organischen Materialien stammt, wird als der Beste betrachtet, da er sich am effizientesten in natürlichen Humus verwandelt. Dazu muss ausreichend Stickstoff vorhanden sein. Die restlichen 65% - 70% Kohlenstoff entweichen durch mikrobielle Atmung als CO2 in die Atmosphäre. Das fördert zwar den Treibhauseffekt, aber in keinem Verhältnis zu Verrottung dieser Materialien in freier Natur, beispielsweise in Wäldern oder auf Weideland. Zusammen mit dem gerade hergestellten Naturdüngemittel sollte das jegliche Schuldgefühle vertreiben. Der gewonnene Humus weist in etwa ein 10:1 C/N Verhältnis auf. Das ist die optimale Mischung für einen gesunden Boden. Die organischen Substanzen behalten ihr Verhältnis von 10 Kohlenstoffen auf ein Stickstoffatom bei, oder anders ausgedrückt: Auf 50 Anteile Kohlenstoff bleiben 5 Teile Stickstoff.

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Das Kohlenstoff-Stickstoff Verhältnis bestimmt die Qualität des organischen Düngers