Kompostieren mit Hühnermist und Kuhdung

Kompostieren mit Hühnermist und Kuhdung (Logo)Nährstoffreicher Erdboden durch Hühnerkot und Kuhmist (Header)

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Kompostierter Kuhdung ist ein exzellenter Dünger

Wer seinem Komposthaufen mit zusätzlichen Abfällen etwas mehr Volumen geben will, wird wohl in erster Linie an eine Beimischung von Stallmist denken.

Dieser umfasst Kuhdung, Pferdemist und Hühnerkot, doch in keinem Fall Exkremente von Mensch oder Hund, denn die beiden zuletzt genannten beinhalten in vielen Fällen Krankheitskeime, wodurch all Ihre Anstrengungen, um einen guten Dünger zu erhalten, zu Nichte gemacht werden können.

Hühnerdung sollte dem Erdboden nur in angemessener Menge beigemischt werden Hühnerdung

Die drei zuerst genannten gelten dagegen als die sichersten und besten aller Grundlagen für einen gesunden Kompost. Etwa eine Tonne Dung ergibt in der Regel 9 bis 15 Pfund Stickstoff, daneben etwa vergleichbare Mengen an Phosphaten und Kaliumverbindungen und mehr als die doppelte Menge an Kalziumkarbonat. Mist an sich ist bereits vollkommen in seiner Zusammensetzung und kann als reichhaltiger Dünger gelten, welcher den Pflanzen gute Nährstoffe bietet und sogar eine gewisse Anzahl mechanischer Vorteile gegenüber künstlich hergestellten Düngemitteln mit sich bringt.

Anfangs ist Mist noch von sperriger Natur und besitzt genug Volumen um große, kompakte Mengen an Erdreich zu verdrängen um frischen Sauerstoff und Wasser aufzunehmen. Später, in kompostiertem Zustand, setzt er Kohlensäure frei und reagiert mit anderen Mineralien um diese aufzulösen, was Horden von Bakterien mit sich bringt, wodurch wiederum Nährstoffe entstehen, die den Erdboden anreichern. Chemische Düngemittel können solche Prozesse nicht von sich aus in die Wege leiten und sind nicht immer so sicher wie Kuhdung, Pferde- oder Hühnermist.

Kuh- und Hühnermist sollte in angemessener Menge beigemischt werden

Es geht allerdings nicht soweit, dass Sie unbeliebige Mengen an Kuhdung oder Hühnermist auf Ihrem Ackerboden abladen können; Stallmist wird in notwendigen Mengen benötigt um den Boden fruchtbarer zu machen. Es liegt dabei jeweils in der Natur des Erdreichs, welche die Menge an Mist bestimmt, die untergemischt werden kann. So erfordern beispielsweise normal lehmige Böden ca. 12 bis 16 Tonnen pro Morgen Land, während bei schwer lehmigem Grund oder bei Tonerde bis zu 24 Tonnen benötigt werden können. Bei leichtem Erdboden (mit Sand oder Kies), sollten nicht weniger als 30 Tonnen veranschlagt werden, aber oft werden sogar 50 Tonnen oder noch mehr benötigt um sehr gute Ergebnisse zu erzielen.

Mal sehen, was Stalldung sonst noch alles abzugewinnen ist. Wenn die Mischung richtig bemessen ist, kann Hofdünger allein bereits 80% des Stickstoffs erbringen, den die Pflanzen benötigen; daneben etwa 85% des notwendigen Phosphors, 90% des Kaliums und die erforderlichen Spurenelementen. Allerdings spielen für solche Resultate auch andere Faktoren eine Rolle; wie beispielsweise der Dung gesammelt und gelagert wurden oder welche Behandlungsmethoden Anwendung fanden. Da letztlich alles die Zersetzung des Dung und die Freisetzung der einzelnen Bestandteile ankommt, ist denaturierter Stallmist nicht halb so gut wie sorgfältig konservierter Mist.

Dies ist kurz gesagt deshalb so, weil instabile Formen von Stickstoff (z.B. Harnstoff, wie er sich im Urin befindet) sich unter unsachgemäßen Bedingungen verlieren und unter Umständen den ganzen Wert des Stickstoffs des Pferdedung oder Kuhmist um bis zu 50% mindern können. Außerdem bilden sich Ammonium Ionen, was den Dung seine Feuchtigkeit verlieren lässt. Dies hilft dem besonders flüchtigen Ammoniak noch mehr Stickstoff zu verlieren. Nach etwa 7 Tagen wird der Stalldung somit unbrauchbar. Die 8 Pfund Stickstoff pro Tonne Kuhmist reduzieren sich auf weniger als 4 Pfund/Tonne in annähernd 7 Tagen. Es ist jedoch der stabilere Stickstoff in organischer Form, der langsam während eines längeren Zeitraums freigesetzt wird und über 50% davon nistet sich im Erdboden ein.

Gleichmäßig über den Erdboden verteilen und frischen, unkompostierten Hühnerkot vermeiden

Stickstoffverluste bei Pferde- bzw. Kuhmist oder bei Hühnerkot können verringert werden, wenn bei Lagerung und Weiterbehandlung gewisse Verfahren beachtet werden. Wird der Dung sofort eingesammelt und angewandt verringert dies die Geruchsbildung und stoppt den Ammoniakverlust zu weiten Teilen. Des weiteren sollte der Dung gleichmäßig über das Erdreich verteilt werden so dass sich an bestimmten Stellen keine großen Konzentrationen anhäufen. Größere Oberflächen ermöglichen eine bessere Aufnahme; Anhäufungen durchnässen und sättigen jene bestimmten Stellen und fördern zusätzlichen Stickstoffverlust.

Die Nutzung vom frischem Hühnermist kann ebenfalls riskant sein. Hier und da kommt es immer wieder vor, dass Hühnerkot Krankheiten und Erregerorganismen enthält, welche Wurzeln und Pflanzen infizieren können. Es ist daher angeraten, dass Sie keinen un-kompostierten Hühnerdung als Dünger verteilen, ganz besonders nicht bei Obst und Gemüsepflanzen.

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Kompostieren mit Hühnerdung und Kuhmist kann einen hervorragenden organischen Dünger produzieren